A7V133 und  7.2

Auf dieser Seite (english version here) möchte ich einige Tipps zu Problemen bei der Installation von Linux Mandrake 7.2 auf dem ASUS Mainboard A7V133 geben.
 

Erfahrungen und Tipps

Ich persönlich habe die Erfahrung gemacht, dass das Booten von der Mandrake 7.2 CD schon nicht geklappt hat. Entweder ist der Bootvorgang bei "Initializing CDROM..." oder "Please Wait..." hängen geblieben.

Daraufhin habe ich die unten stehenden Links ausfindig gemacht und alle möglichen Kernel-Parameter ausprobiert (immer dabei die Parameter x86_serial_nr=1 und mem=256M). Alle angegebenen I/O-Adressen (0xa000,...) sind für mein System gültige Werte! Diese immer selber für das eigene Setup ausfindig machen (e.g. Windows Geräte-Manager, sonst siehe Links).

Bei mir hat sich schliesslich heraus gestellt, dass das verwendete CD-ROM (Sony CDU-701, altes 24x) nicht in Ordnung war. Allerdings war es auch ohne das CD-ROM Laufwerk nicht möglich, Mandrake 7.2 zu installieren ("Please Wait...")!!!

Die Lösung war schließlich, den Promise-Controller für die Installation zu deaktivieren (Linux-Festplatte an den ide0 oder ide1) und erstmal alles zu installieren.
Später im Betrieb kann man den Promise-Controller wieder aktivieren und mit den richtigen Kernel-Parametern (ide2=0xa000,0x9802 ide3=0x9400,0x9002,noautotune) im Bootloader (lilo) kann man auch alle Geräte ansprechen (das defekte CD-ROM funktioniert sogar auch wieder - am Promise-Controller).

Die Installation von Mandrake 7.2 klappt nicht, wenn am Promise-Controller Festplatten angeschlossen sind (und der Controller aktiviert ist)!!! Entweder alle Geräte entfernen oder den Controller im BIOS deaktivieren.
 

Mein Setup ist inzwischen wie folgt:
 
ide0 (VIA Primary) Master IBM DTLA 307045 UDMA-100 Erweiterte Partition:
  • Linux /boot (mit LILO)
  • Win-Daten (Video) (FAT32)
  • Win-Programme (FAT32)
  • Win-Daten (FAT32)
  • Linux swap
  • Linux /
ide1 (VIA Secondary) Master Plextor CD-RW 121032A -
ide2 (Promise Primary) Master Quantum Fireball 3.2GB Primäre Parition 1: Bootmanager
Primäre Parition 2: Win 98 (Video DC10+)
Primäre Parition 3: Win ME
  Slave Quantum Fireball 2.0GB Primäre Partition: (später evtl. W2k)
ide3 (Promise Secondary) Master Sony CD-ROM CDU-701 -
Für die Mandrake 7.2 Installation hatte ich den Promise-Controller deaktiviert und habe vom CD-Brenner gebootet.

Der Bootmanager auf der ersten primären Partition (am Promise-Controller) kann LILO, Win98 oder WinME starten! Unter Windows ist jeweils nur eine der 4 primären Partitionen sichtbar.

Links

Kernel-Parameter

x86_serial_nr=1

Auf einigen der vorhandenen Webseiten, die sich schon mit diesem Problem befassen, wird der Kernel-Parameter x86_serial_nr=1 erwähnt, den man verwenden soll, wenn man einen AMD-Prozessor einsetzt. Dazu kann ich nur sagen, daß dies wohl bei den meisten :-) der A7V133 (und auch A7V) Besitzer der Fall sein wird. Ich habe deshalb eine Installation ohne diesen Parameter gar nicht erst probiert - na gut, am Anfang habe ich natürlich überhaupt keine Parameter verwendet, da ich gehofft hatte ganz einfach installieren zu können.
Der Parameter bewirkt, daß der Kernel nicht versucht, die CPU-ID zu lesen, was bei unbekannten Prozessoren zum Crash führen kann.

ideX=0xXXXX,0xYYYY

Mit dem Kernel-Parameter ideX=0xXXXX,0xYYYY wird dem Kernel die Adresse eines IDE-Controllers übergeben. Normale onBoard Controller sollten vom Kernel selber gefunden werden, aber der Promise-Controller auf dem A7V(133) wird vom Mandrake 7.2 Kernel NICHT gefunden! Daher muß man in den LILO (oder auch GRUB) Konfiguration die I/O-Adressen angeben, um später im laufenden Betrieb auch dort angeschlossenen Geräte verwenden zu können. Für die Installation sollte der Promise-Controller abgeschaltet sein!!!
Die Adressen XXXX und YYYY können entweder im Windows GeräteManager ausfindig gemacht werden oder aber über eine der in den Links beschriebenen Methoden. Zu beachten ist, dass jeweils die 2. Adresse um 2 erhöht werden muss!
Eine Möglichkeit an die Adressen zu kommen ist, von der CD in den rescue-Mode zu booten, lspci -vv eingeben und in der Ausgabe nach den Adressen suchen (evtl. mit SHIFT-PgUp zurückscrollen).

ideX=noautotune

ideX=noautotune weist den Kernel an, den Modus des angegebenen IDE-Anschlusses nicht zu "tunen" (optimieren). Ich muss diesen Parameter für den Anschluss mit dem CD-ROM Laufwerk angeben, sonst funktioniert es nicht. Natürlich kann der Parameter auch an den Adress-Parameter angehängt werden (ide3=0x9402,0x9002,noautotune).

idebus=33

Der Kernel-Parameter idebus=33 hat bei meinem System KEINEN Effekt bewirkt (bezüglich der Installationsprobleme). Durch den Parameter wird der Kernel angehalten, alle IDE-Geräte maximal mit der angegebenen Geschwindigkeit zu betreiben.

mem=256M

Der Kernel-Parameter mem=256M teilt dem Kernel den installierten Speicher mit.


Sollten Dir diese Angaben geholfen haben (oder auch nicht) wäre ich für Feedback und/oder Anregungen dankbar! Natürlich freut sich auch mein Gästebuch jederzeit über Zuwachs.